Wir tauchen ab

Schon mal eine Nacht in einem Zimmer mit 70 anderen Menschen verbracht? Wir haben die Gelegenheit auf der Nachtfähre von Champon nach Koh Tao vergeben. Mit Sicherheit gibt es welche die Schnarchen, ständig geht wer aufs Klo oder die Luft ist schlecht. Nö, wir wollen in den Schlaf geschaukelt werden durch das Surren des Motors und das Plätschern des Wassers. Frischluft atmen und unter dem Sternenhimmel liegend schlafen. Wir machen es uns am Deck des Bootes bequem. So bequem wie halt möglich…was leider noch immer unbequem ist. Der Wind pfeift uns um die Ohren. Der Klogang wird zum Abenteuer. Isomatte, Polster und alles was nicht niet- und nagelfest ist wird ordentlich beschwert oder angebunden. Der erhoffte Sternenhimmel ist leider durch Wolken zugedeckt. Der Schlaf besucht uns nur für kurze Zeit. Wir sind froh um 5 Uhr morgens die Fähre verlassen zu können. Bei der Rückfahrt werden wir dem Massenschlafsaal den Vorzug geben.

Die Tage auf Koh Tao verbringen wir schnorchelnd und tauchend. Nach Überwindung unserer anfänglichen Unsicherheit sind wir entspannt genug um in die Tiefen des Meeres abzutauchen und die Wasserwelt kennenzulernen. Wir bestaunen die vielen unterschiedlichen Fische und Korallen, werden umsingelt von Fischschwärmen und gleiten wie Fische durchs Wasser. Ein herrliches Gefühl.

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Nach dem Schnorcheln liegen wir faul am Strand und lassen uns von der Sonne wärmen. Schau mal Claudi, der Typ da im Wasser sieht so aus als könnte er nicht schwimmen! Na ja…sooo schlecht schaut der gar net aus…manche haben einen komischen Schwimmstil. Hhmmm…seltsame Schwimmtechnik… wie kann man sich so über Wasser halten? Die Chinesen gehen ja sonst immer mit Schwimmweste oder -reifen ins Wasser!? Unsere Diskussion findet abrupt ein Ende als wir sein aus Angst erstarrtes Gesicht sehen und unmittelbar darauf ein schwaches help, help hören. Gedankenlos laufen, springen und schwimmen wir zu dem Mann und zerren in ans Land. Er ist weiss wie Schnee, steif vor Angst und ein wenig unter Schock. Die Situation ist surreal. Viele Leute am Strand, aber niemand scheint diesen Vorfall bemerkt zu haben. Von unserem Hotelmanager erfahren wir im Nachinein, dass ungefähr jede Woche ein Chinese beim Schnorcheln ertrinkt. Vielleicht haben wir diesen einen heute gerettet?! Der Gerettete zeigt sich spendabel und lädt uns auf einen Orangen Juice ein.

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2 Antworten zu Wir tauchen ab

  1. Anonymous schreibt:

    mit der Nachtfähre sind wir auch gefahren 😉 in die andere Richtung…konnten überraschenderweise gut schlafen obwohl es erst super eng gewirkt hat…viel Spass euch noch.
    Christian

  2. Belinda schreibt:

    hallo ihr zwei! also langweilig wird euch ja echt nicht. wenns nicht so ernst wäre, könnte die szene mit dem nichtschwimmer glatt aus einer komödie stammen. ich freu mich immer sehr, wenn ich von euren abenteuern lesen kann. passt auf euch auf! lg belinda

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