Ei mit oder ohne Küken…

Zwischen Autos, TucTucs, Mopeds, Verkaufswaren, Essensständen schlängle ich mich durch das dicht gedrängte Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas. Die durchaus sehr grosszügig angelegten Gehsteige sind entweder mit Autos oder Mopeds zugeparkt oder sie werden als Verkaufsfläche benutzt. Die Strasse ist die Heimat aller die sich fortbewegen. Einige schöne französische Kolonialhäuser säumen den Strassenrand. Sie bleiben fast unentdeckt, denn Müll, Dreck, stinkende Lacken und Schlaglöcher am Stassenrand lassen den Blick stehts an der Strasse haften. Die Stadt ist voller Essensstände und an jeder Ecke wird frischgepresster Zuckerrohrsaft mit Limette angeboten. Wie lecker! Ebenso häufig – gegrillte oder gekochte Hühner- und Enteneier mit Küken darin. Das Küken befindet sich in der 2. bis 3. Brutwoche und wird, so wie es ist, aus dem Ei gelöffelt. Soll angeblich sehr gesund sein! Für die Kambodschianer ein Festschmaus. Für mich ein Graus.

Phnom Penh:

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Ich besichtige das Völkermord-Gedenkzentrum in Choeung Ek, dass mir einen Teil der Geschichte Kambodschas näher bringt. Während dem ultra kommunistischen Regime der roten Khmer wurden zwischen 1975 und 1979 mehr als 3 Millionen Kambodschianer, darunter viele Frauen und Kleinkinder, per Hand hingerichtet und in Massengräbern verscharrt. Das entspricht ungefähr einem Viertel der damaligen Landesbevölkerung. Erst 2007 wurden die damals handelten Personen durch das UN-Tribunal zur Verantwortung gezogen. Choeung Ek in der Nähe von Phnom Penh ist das bekannteste und, ich glaube, auch das grösste Massengrab.

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Nach Phnom Penh, Staub, Gedränge und Verkehrslärm zieht es mich auf die Insel Koh Rong. Die Überfahrt mit dem Boot von Sinoukville aus ist nichts für Personen die zur Seekrankheit neigen. Von Welle zu Welle pendelnd erreiche ich nach 2 Stunden die Insel. Das Wellenrauschen wird auf Koh Rong weder durch Autos noch durch Mopeds gestört. Es gibt hier keine Strassen und asphaltierten Wege. Schon fast ein seeliger Ort, wenn hier nicht die laute Musik aus den Bars trönen und so manch Betrunkene lärmen würden.

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Ein Geheimnis warum das Essen in Kambodscha gut schmeckt und ich von erster Stunde an ein grosser Fan bin, ist der Kampot Pfeffer. Ein Geschmackserlebnis ohne Ende. Unwissend habe ich mich über das Edelgewürz Pfeffer schlau gemacht. Kampot Pfeffer gehört zu den besten Pfeffer der Welt. Die Kletterpflanze wird in Kampot seit mehr als 1000 Jahren kultiviert. Im Zuge der Kolonalisierung von den Franzosen entdeckt und seitdem ein fixer Bestandteil der französischen Edelküche. Also nichts wie hin dort wo der Pfeffer wächst.

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