Urlaub am Issyk Kul

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Betti ist am Seeufer heimlich ergraut und rast mit ihren 35 Jahren auf die 40 zu! Für Torte hats leider nicht gereicht, dafür gabs Griesskoch mit Kakao und Apfel zum Geburtstagsfrühstück. Torte holen wir dann in Almaty (Kazachstan) nach.

IMG_0898Rechts wechseln sich Sandkliffen mit schneebedeckten Bergkullissen ab. Davor und dazwischen gallopieren und grasen Pferdeherden. Hinter ihnen reissen unsanfte Cowboys wild an den Zügeln ihrer geduldigen Sklaven. Links von uns schillert der magisch blaue See Issyk Kul. Am gegenüberliegenden Seeufer liegen stille, schüchtern in Dunst verhüllte Bergketten. Ein Urlaubsparadies. Vor allem Russen und Kazachen verbringen gerne ihren Urlaub am Issyk Kul.

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IMG_2227  IMG_0869 IMG_0854  IMG_0874Autos flitzen an uns vorbei. Manchmal nur eines, manchmal auch zwei nebeneinander. Bremsen gibt es hier nicht. Nur die vorauseilende Hupe als Information, dass gleich ein Auto in vollem Tempo an dir vorbeirast. Wenn du Glück hast, kommt grad kein Gegenverkehr und der Autofahrer hat Lust mehr als eine Armlänge Abstand zu lassen. Schlaglochbedingte Schwenker oder Balancestörungen aufgrund der schwerbepackten Räder sind ausgeschlossen. Überbeladene Kleinlastler verstreuen ihr lose geladenes Stroh. Es rieselt Steine und Sand von voll beladenen, aber nicht abgedeckten Ladeflächen. Offene Kofferräume zeigen stolz die frisch erstandenen Waren. Aus einem dieser Kofferräume strecken sich vier Hufe dem Himmel entgegen. Ein Esel. Oder ein war-einmal-Esel.

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In Karakol, am östlichen Ende des Sees, kehren wir hungrig und hoffnungsvoll in ein Restaurant ein. Wir schlagen gespannt die Speisekarte auf. Sogleich springt uns die fett gedruckte Information der ersten Seite entgegen. Das Ruinieren eines Tisches kostet 3000 Som (45€), ein kaputter Sessel 1500 Som und sonstige Utensilien 500 Som. Na dann, das Vergnügen leisten wir uns doch! 😉

Übernacht rasten wir in der niederländischen Tauchstation. Ein wunderschön liebevoll dekoriertes Guesthous von einem Niederländer und einer Kirgisin mit Baby. Wir werden von den vielen hübschen und praktischen Ideen aus Holz zum Nachbasteln inspiriert und träumen mal wieder von daheim.. So richtig daheim fühlen wir uns beim Frühstück. Es gibt dunkles Brot!! Und leckeren Käse!! Marmelade, Joghurt, Haferflocken.. Oooooh!! Da freut sich der leere Radlermagen! 🙂

Nach dem Festschmaus geht’s zum Busbahnhof. Wir flitzen auf das nördliche Seeufer zu den ersten World Normadic Games in Cholpon Ata. Unsere Räder warten in Karakol auf uns.

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Eine Antwort zu Urlaub am Issyk Kul

  1. Nicki R. schreibt:

    Ich habe immer nach euch Ausschau gehalten, wenn wir am Straßenrand Reise-Radfahrer gesehen haben (was zugegeben nicht sehr oft war 🙂 ). Bin seit letzter Woche wieder zurück von 1 Monat Kirgistan und es zieht mich schon wieder in die Ferne… 😉

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