cloudy

cloudy in Island

mag: weichen Waldboden und den Geruch von Bäumen, warme Felsen unter meinen Fingern, wenn pulvriger Neuschnee die Reifen hochspritzt, Zeit haben zum schauen, fühlen, riechen..,  sanften Wind im Haar, wenn Schneeflocken auf der Zunge zergehen, dem Mond zujaulen, meine Finger in feuchtes weiches Moos kuscheln, barfußlaufen, wenn das Wasser beim Schwimmen meine Haut streichelt, die Welt bunter machen, im Gletscherbach baden, das Tap-Tap der Regentropfen am Zelt (solange es darin trocken bleibt), wenn die Sonne die nächtliche Kälte vertreibt, wenn du zeigst was du willst, wenn ein Blatt über den Boden tanzt, ansteckendes Lachen, Bindestriche und 🙂 , das Knacken wenn ich Erdnüsse zerbeiße, mit Betty auf unseren Eseln um die Wette wiehern, mit meinen Grenzen spielen, neues ausprobieren, oh ja und tanzen – am liebsten contact – das Spiel mit dem gemeinsamen Schwerpunkt 🙂

mag nicht: wenn Radfahrer für Autofahrer durchsichtig sind, wenn ich was reparieren will und es funktioniert nicht, wenn Essen im Müll landet, wenn Höflichkeiten ehrliches verschlingen, unsichere Fußgänger die sich nicht über die Straße trauen, wenns nach Rauch stinkt, viel planen, wenn mehr Platz für Autos als für Menschen ist, wenn wir keine Zeit miteinander haben, wenn Radwege von Nicht-Radlern geplant werden, wenn der Wecker läutet, wenn Ampeln auf Radler vergessen, wenn ich gehen muss und bleiben will, wenn Geräte unsere Diktatoren sind, wenn statt zu genießen zu viel fotografiert wird, wenn Leute nur leben was sie sollen und nicht mehr wissen was sie wollen..

Wie komme ich auf die Idee dieser Reise?

Auf meiner halbjährigen Backpacker-Reise durch Südamerika habe ich mich oft über sehr lange Distanzen mit motorisierten Fahrzeugen transportieren lassen. Plötzlich ist mir in den Kopf geschossen: ich war noch nie in Ungarn und das ist verdammt nah bei Wien! So geht das nun auch nicht – fern von daheim so extrem weit fahren und zu Hause nicht mal ins nächste Nachbarsland.. -> die Idee war geboren: das nächste Mal radel ich von Wien aus in den Osten! In den dunklen unbekannten Fleck meiner inneren Landkarte. Da gibt es vieles zu entdecken! Diese spontane Idee ist durch gemeinsamen Radreiseenthusiasmus mit Betty schnell gewachsen, fast explodiert könnte man meinen..

und warum mit dem Rad?

weils leiwand ist! unabhängig frei zu sein, die Länder hautnah entdecken, jedes Wetter und jede Steigung spüren, durch das langsame Reisen den kulturellen Wandel langsam erleben, mehr persönlicher Kontakt zu den Einheimischen, irgendwo im nirgendwo zelten, spontan abbiegen, an den schönsten Flecken verweilen (während Autos nicht hinkommen oder keinen Platz zum stehen bleiben haben ;-), weil die Müdigkeit am Abend so schön ist und das Essen um so viel besser schmeckt… (äh, ja und Punkte mag ich auch 😉 )

Radreiseerfahrung: Schon als Kind mit Papa und Schwester ein paar Mal im wunderschönen Österreich (Drau, Enns, Salzach, Neusiedlersee, Kamp) und zwei mal in den radfreundlichen Niederlanden. Auf meiner Reise durch Südamerika im Norden Argentiniens durch bunte Berge. Windiges, weites, baumloses Island und gastfreundliches³ Marokko gemeinsam mit Betty.

Papa zweifelt wohl mittlerweile ein bisschen daran, ob das so eine gute Idee war, in mir die Radreisebegeisterung zu wecken.. Oh ja, das wars auf jeden Fall!!! 🙂

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